Thomas Krasenbrink. Foto: Melanie Steffens
Thomas Krasenbrink. Foto: Melanie Steffens (Foto: )
DinXperience

In dieTaverne: Thomas Krasenbrink (DE)

In die Taverne: Thoams Krasenbrink

SUDERWICK - Wenn es einen bekennenden Suderwick Liebhaber unter den jungen Bewohnern des Dorfes Suderwick gibt, dann ist das der 20-jährige Thomas Krasenbrink. Für ihn gibt es nichts Schöneres als im Zwillingsdorf Dinxperwick zu wohnen. Wobei er sich doch eher als Suderwicker sieht. Es gibt eine sehr gute Nachbarschaft, er fühlt sich immer willkommen in Dinxperlo und doch gibt es Unterschiede.

"Bei uns in Suderwick und in Dinxperlo gibt es alles, was Du brauchst!", schwärmt der gelernte Tischler. Mit seiner jetzigen Tätigkeit als Feuerwehrmann hat Thomas sein Hobby zum Beruf gemacht. Für ihn steht fest, dass er auf keinen Fall von hier wegwill. Besonders gut gefällt ihm der Zusammenhalt und Vereinsleben im Dorf.

Sprache vermittelt Sicherheit
Als er den Kindergarten in Dinxperlo besucht, spricht Thomas schon ein wenig die Sprache der Nachbarn. "Das kommt daher, weil mein Onkel Niederländer ist", erzählt er. Wenn die Familie zusammenkommt, werden beide Sprachen gesprochen. Jeder spricht seine Muttersprache- und manchmal auch die des anderen. Wie es grade so auskommt. An den Schüleraustausch in Nijmegen, während seiner Realschulzeit, denkt er gerne zurück. "Ich wurde so nett von der Gastfamilie aufgenommen", erinnert er sich an seinen Aufenthalt. Um die langen Tage in der Schule beneidet er die Schüler in den Niederlanden allerdings nicht, wohl aber um deren Englischkenntnisse. Englisch stand während seiner Berufsausbildung nicht auf dem Lehrplan. Im Grenzgebiet wurde Niederländisch als viel wichtiger für den Arbeitsmarkt angesehen.

Sprachkenntnisse vermitteln ihm ein Gefühl von Sicherheit. Wenn er mit der Familie den Urlaub an der niederländischen Nordsee verbringt, fühlt er sich nicht als Ausländer oder als Tourist. Das sei in Spanien zum Beispiel anders.

Über das Leben an der Grenze
"Warmes Mittagessen ist typisch für Deutschland. In den Niederlanden gibt es mittags ein Brot. Die Familie isst erst am Abend gemeinsam. Und Oktoberfeste!", ergänzt Thomas mit einem Lachen. In seiner Freizeit trifft er sich gerne mit Freunden und ist aktives Mitglied beim Bürgerschützenverein. Die Schützenvereine laden sich gegenseitig ein. Eine Abteilung Jungschützen gibt es in der Form in Dinxperlo nicht. Immer mehr Jugendliche besuchen die Zeltparty am Freitag in Suderwick. Beim Fußballturnier habe man sich kennengelernt, Kontakte vertieft. Deutscher Schlager und Volksmusik kommen bei den Nachbarn auch am Koningsdag im Oranje-Tent auch gut an, weiß er zu berichten.

Thomas ist froh, dass die Grenzen offen sind. "Wir fahren einfach rüber und zahlen mit Euro. Ich kann es mir gar nicht anders vorstellen", bekennt Krasenbrink nachdenklich. Zum Einkaufen oder mal eben zum "Pömmesken essen" fährt er nach Dinxpperlo. Natürlich kennt auch er viele Geschichten von Schmugglern. Das ist irgendwie, wie aus einer anderen Zeit für ihn. Er denkt, dass sich die Menschen in der Familie und in der Nachbarschaft früher mehr Zeit füreinander genommen haben und bedauert, dass sich heute keiner mehr die Zeit nimmt. "Und schon so lange Frieden! Eigentlich muss man echt dankbar dafür sein, dass es so ist wie es ist."

Vision
Sein Wunsch wäre es einmal eine richtig große DINXPERWICK Party zu feiern. "Das wird bestimmt lustig!"

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